Ich finde es immer wieder wichtig neue Dinge zu erleben, die einen herausfordern. Menschen zu beobachten und Stimmungen zu erfühlen. So meldete ich mich vor einiger Zeit bei einer Filmagentur als Komparse. Anfang Juli war es dann soweit, ich durfte einen Schritt ins Filmgeschäft setzen, genauer gesagt in das Hotel Fürstenhof in Leipzig, wo sich an diesem Tag das Set befand. Bereits um 6.00 Uhr musste ich vor Ort sein und dann hieß es warten, warten, warten. Gedreht wurde eine Szene für den Film “Lila, Lila” mit Daniel Brühl uns Hannah Herzsprung. Nach ungefähr vier Stunden des Wartens wurde ich dann los geschickt, um in immer gleicher Bahn, an den Schauspielern vorbei zu laufen. Es machte Spaß, war aber auch sehr anstrengend (besonders, da ich so früh aus dem Bett musste!).
Interessant fand ich das Treiben hinter den Kulissen. An dieser Stelle möchte ich betonen, wie nett ich die Leipziger finde! Es war eine richtig gute Stimmung bei den Komparsen im Rubinsaal. Wir kamen ins Gespräch und ich lernte einige interessante Menschen kennen. Auch bei den Dreharbeiten fühlte man sich wie in einer kleinen Familie aus Komparsen. Die restliche Crew war ja mit sich beschäftigt und wir Komparsen lächelten einander zu. Gesehen hatten wir uns ja bereits hinten bei der Anprobe.
Ich bin mir sicher, dass ich diese Erfahrungen einmal in einem meiner Romane verwerten kann. Aber halt, Ideen habe ich genug, jetzt muss zuerst mal wieder etwas fertig werden! Das bringt mich zurück zu dem Roman L´Autostrada del sole, an dem ich gerade arbeite. Ich bin schon gespannt, wie sich die Handlungsstränge entwickeln werden und gestehe hiermit, das Ende noch nicht wirklich zu kennen. Dass es einmal eines geben wird, davon gehe ich aus …

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